Nachkriegszeit

1946 wird der Universitätsbetrieb wieder aufgenommen. Ab 1949 nennt sich die Universität Humboldt-Universität. Die Charité wird gemeinsam mit den theoretischen Instituten formal zur medizinischen Fakultät der Humboldt-Universität.

Um wieder unterrichten zu können, wird unter anderem Friedrich Kopsch reaktiviert, der bis zu seinem 82. Lebensjahr 1950 lehrt. Nach Hermann Stieves plötzlichem Tod 1952 wird Walter Kirsche kommissarischer Leiter der Anatomie. 

Anton Waldeyer

Anton Waldeyer ist 1954-1966 Direktor der Anatomie. Er leitet den Wiederaufbau des zerstörten Instituts. Aus dieser Zeit stammt der fünfstöckige Vorbau mit dem heutigen Haupteingang. Auch der große Hörsaal (heute Friedrich-Kopsch-Hörsaal) wurde wiederaufgebaut und galt zeitweise als der "schönste Hörsaal der DDR".

1960-1962 ist Waldeyer auch Dekan der medizinischen Fakultät. Er tritt vor allem als Lehrbuchautor hervor.

Lehrstuhlinhaber / Institutsdirektoren bis 2003

Hermann Stieve bis 1952
Walter Kirsche 1952-1954
Anton Waldeyer 1954-1966
Walter Kirsche 1966-1972
Johannes Staudt 1973-1980
Rolf Bertolini 1980-1986
Jürgen Wenzel 1986-1989
Johannes Staudt 1989-1994

nach 1994:
Rüdiger Veh
Robert Nitsch
Sebastian Bachmann

Fusion

Im Jahre 2003 fusionieren die Einrichtungen der medizinischen Fakultäten der Freien und der Humboldt-Universität zur "Charité - Universitätsmedizin Berlin"


Die bestehenden Arbeitsgruppen werden in drei Instituten organisiert und als "Centrum für Anatomie" zusammengefasst:
Institut für Integrative Neuroanatomie (Prof. Veh)
Institut für Vegetative Anatomie (Prof. Bachmann)
Institut für Zell- und Neurobiologie (Prof. Nitsch)